TSK herbstwanderung 2001
das hatte ich vorgestern beim gruppenstunden vorbereiten gefunden:
die vorstellungen für unser herbstlager konnte man nicht unbedingt als sehr konkret beschreiben. wir wussten eigentlich nur, dass wir schnee haben wollten. so blieb recht lange offen, ob der schwarzwald reichen würde oder ob man in die alpen müsse. der wetterbericht ließ den schwarzwald eine woche vor dem lager ausscheiden (schneefallgrenze 2000 m). so mussten wir etwas geeignetes im voralpenland finden. eigentlich hatte keiner genau ahnung wohin, da die ecke nicht zu unseren standarttouren gehört. das durchwühlen des antiken kartenmaterials in der robu half uns dann weiter. wir fanden eine geeignete karte, die allerdings 20 jahre alt war, aber was solls. reutte/tirol/österreich versprach 2500er die man ohne bergsteigerausrüstung bezwingen könne. rundum waren sichere täler, in die man sich innerhalb von 2 stunden zurückziehen könnte, falls es wetterprobleme geben sollte.
wir (munz, jan, daniela, lisa, eva und michael (NJ)) trafen uns mittwoch abend in st. konrad, schauten nach technischer probleme noch einen film und übernachteten dort. am nächsten tag standen wir tatsächlich um 6 uhr auf. wir fuhren bald mit einem kombi und einem motorrad (munz) los. in karlsruhe hatten wir noch knapp 10°c. unterwegs wurde es gewollter weise kühler und wir mussten munz alle 100 km mit heißen schokoladen etc. auftauen.
in reutte beschlossen wir den thaneller (2350 m) von der südseite zu besteigen, da man in berwang bei einer höhe von 1300 m am besten starten konnte. als wir in reutte nach dem weg dorthin erkundigten, musste ein österreicher seine englichkenntnisse präsentieren und alles in deutsch und noch mal in englisch erzählen.
"super bäbe äkschen" (orginal schwarzenegger slang)
wir wanderten warm eingepackt um 13 uhr los. beim aufsteig merkten wir, dass entweder die luft dünner wurde, wir eine kondition wie ne oma haben oder beides. jedenfalls japsten wir langsam durch den nebel und waren gegen 18 uhr oben. ab 2000 m hatte es schon etwas schnee, doch auf der nordseite war deutlich mehr. wir kochten am gipfelkreuz, dessen stahlabspannung nach dem essen mit 5 cm eis ummantelt war. wir schanzten per klappspaten zwei plätze für leichtzelte frei und lagen schon um 21 uhr in den schlafsäcken.
am nächsten morgen war der nebel weg und man hatte einen super ausblick. aus mangel an wasser kochten wir uns tee aus schnee und genossen die morgensonne. das wetter war jetzt trotz schnee t-shirt-tauglich und wir mal wieder ne touristenattraktion.
jetzt war zu entscheiden welchen weg wir weiter gehen sollten. der nordhang hatte ein schild "nur für geübte" und das wahrscheinlich nur ohne schnee und ohne gepäck. westwärts hieß es "weg endet nach 200 m". unsere 20 jahre alte karte sagte aber aus, dass es dort ganz passabel runter gehen müsste.
wir folgten einem noch zu erahnenden pfad, der sich dann gegen mittag verlor. wir beschlossen noch etwas querfeldein zu gehen und uns einen professionellen zeltplatz in den hang zu bauen. aus steinen eines geröllfeldes wurde eine richtige plattform gemauert, auf der zwei leichtzelte und eine feuerstelle platz hatten. das gps meinte wir wären auf 1900 m und es gab hier abgestorbenes holz zum feuer machen und gerade noch soviel schnee, dass der wasserbedarf gedeckt war. perfekt!
diesen abend machten wir es uns noch am grubenfeuer gemütlich und harrten bis 23 uhr aus. danach schliefen wir zunächst sehr gut, da unsere schlafplätze und die temperaturen im vergleich zum gipfelkreuz wirklich ok waren. um 1 uhr waren plötzlich rufe und schüsse zu hören. wir dachten: wer verirrt sich besoffen, lauthals schreiend, wild um sich ballernd, nachts in die berge?
naja es war die bergwacht, die durch unser feuer irrtümlicher weise alamiert wurde. munz steckte ihnen nen 20er für ne kiste bier zu und es gab auch keinen streß. allerdings waren die leute schon sehr verwundert, dass wir hier zelteten. sie informierten uns darüber, dass der westweg seit mehr als 10 jahren nicht mehr gepflegt wird und dass wir dann besser wieder über den südweg runter sollten.
dies machten wir am nächsten tag auch und waren 6 uhr abends wieder an unserem ausgangspunkt. wir verpackten munz wetterfest und fühlten mit, als die außentemperaturanzeige des autos um den gefierpunkt pendelte. der rückweg verlief recht unspektakulär, in der prärie kamen nur volksmusiksender und munzs ktm schoss ab und zu den vergaser beim starten weg.
in karlsruhe holten wir uns erstmal eine nachfülldosis "zivilisation". im mad max eggenstein wurde michael überzeugt, dass es bürger gibt, bei denen er zu kapitulieren hat. später schlossen wir mit billiad im martinique die tour ab.
die nacht verbrachten wir in munzs garten. am nächsten morgen bekamen wir einen kuchen von mama munzinger fürs gartenteich entrümpeln gebracht.
ps: alles bei dem lager war zu jedem zeitpunkt bestens geplant und durchdacht. hehe wirklich hehe!
die vorstellungen für unser herbstlager konnte man nicht unbedingt als sehr konkret beschreiben. wir wussten eigentlich nur, dass wir schnee haben wollten. so blieb recht lange offen, ob der schwarzwald reichen würde oder ob man in die alpen müsse. der wetterbericht ließ den schwarzwald eine woche vor dem lager ausscheiden (schneefallgrenze 2000 m). so mussten wir etwas geeignetes im voralpenland finden. eigentlich hatte keiner genau ahnung wohin, da die ecke nicht zu unseren standarttouren gehört. das durchwühlen des antiken kartenmaterials in der robu half uns dann weiter. wir fanden eine geeignete karte, die allerdings 20 jahre alt war, aber was solls. reutte/tirol/österreich versprach 2500er die man ohne bergsteigerausrüstung bezwingen könne. rundum waren sichere täler, in die man sich innerhalb von 2 stunden zurückziehen könnte, falls es wetterprobleme geben sollte.
wir (munz, jan, daniela, lisa, eva und michael (NJ)) trafen uns mittwoch abend in st. konrad, schauten nach technischer probleme noch einen film und übernachteten dort. am nächsten tag standen wir tatsächlich um 6 uhr auf. wir fuhren bald mit einem kombi und einem motorrad (munz) los. in karlsruhe hatten wir noch knapp 10°c. unterwegs wurde es gewollter weise kühler und wir mussten munz alle 100 km mit heißen schokoladen etc. auftauen.
in reutte beschlossen wir den thaneller (2350 m) von der südseite zu besteigen, da man in berwang bei einer höhe von 1300 m am besten starten konnte. als wir in reutte nach dem weg dorthin erkundigten, musste ein österreicher seine englichkenntnisse präsentieren und alles in deutsch und noch mal in englisch erzählen.
"super bäbe äkschen" (orginal schwarzenegger slang)
wir wanderten warm eingepackt um 13 uhr los. beim aufsteig merkten wir, dass entweder die luft dünner wurde, wir eine kondition wie ne oma haben oder beides. jedenfalls japsten wir langsam durch den nebel und waren gegen 18 uhr oben. ab 2000 m hatte es schon etwas schnee, doch auf der nordseite war deutlich mehr. wir kochten am gipfelkreuz, dessen stahlabspannung nach dem essen mit 5 cm eis ummantelt war. wir schanzten per klappspaten zwei plätze für leichtzelte frei und lagen schon um 21 uhr in den schlafsäcken.
am nächsten morgen war der nebel weg und man hatte einen super ausblick. aus mangel an wasser kochten wir uns tee aus schnee und genossen die morgensonne. das wetter war jetzt trotz schnee t-shirt-tauglich und wir mal wieder ne touristenattraktion.
jetzt war zu entscheiden welchen weg wir weiter gehen sollten. der nordhang hatte ein schild "nur für geübte" und das wahrscheinlich nur ohne schnee und ohne gepäck. westwärts hieß es "weg endet nach 200 m". unsere 20 jahre alte karte sagte aber aus, dass es dort ganz passabel runter gehen müsste.
wir folgten einem noch zu erahnenden pfad, der sich dann gegen mittag verlor. wir beschlossen noch etwas querfeldein zu gehen und uns einen professionellen zeltplatz in den hang zu bauen. aus steinen eines geröllfeldes wurde eine richtige plattform gemauert, auf der zwei leichtzelte und eine feuerstelle platz hatten. das gps meinte wir wären auf 1900 m und es gab hier abgestorbenes holz zum feuer machen und gerade noch soviel schnee, dass der wasserbedarf gedeckt war. perfekt!
diesen abend machten wir es uns noch am grubenfeuer gemütlich und harrten bis 23 uhr aus. danach schliefen wir zunächst sehr gut, da unsere schlafplätze und die temperaturen im vergleich zum gipfelkreuz wirklich ok waren. um 1 uhr waren plötzlich rufe und schüsse zu hören. wir dachten: wer verirrt sich besoffen, lauthals schreiend, wild um sich ballernd, nachts in die berge?
naja es war die bergwacht, die durch unser feuer irrtümlicher weise alamiert wurde. munz steckte ihnen nen 20er für ne kiste bier zu und es gab auch keinen streß. allerdings waren die leute schon sehr verwundert, dass wir hier zelteten. sie informierten uns darüber, dass der westweg seit mehr als 10 jahren nicht mehr gepflegt wird und dass wir dann besser wieder über den südweg runter sollten.
dies machten wir am nächsten tag auch und waren 6 uhr abends wieder an unserem ausgangspunkt. wir verpackten munz wetterfest und fühlten mit, als die außentemperaturanzeige des autos um den gefierpunkt pendelte. der rückweg verlief recht unspektakulär, in der prärie kamen nur volksmusiksender und munzs ktm schoss ab und zu den vergaser beim starten weg.
in karlsruhe holten wir uns erstmal eine nachfülldosis "zivilisation". im mad max eggenstein wurde michael überzeugt, dass es bürger gibt, bei denen er zu kapitulieren hat. später schlossen wir mit billiad im martinique die tour ab.
die nacht verbrachten wir in munzs garten. am nächsten morgen bekamen wir einen kuchen von mama munzinger fürs gartenteich entrümpeln gebracht.
ps: alles bei dem lager war zu jedem zeitpunkt bestens geplant und durchdacht. hehe wirklich hehe!
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